Was sind Silber Antiquitäten?

Was eine Antiquität charakterisiert ist nicht nur das Alter, sondern vor allem die kunsthandwerkliche Ausführung. Aspekte wie die Zuordnung des Objektes (Provenienz), Seltenheit oder gar kulturhistorische Bedeutung sind weitere Faktoren, die den Wert eines Stückes ausmachen. Dies gilt auch für Silber. Silber diente seit jeher als Werkstoff für Zierrat und prunkvolle Nutzgegenstände. Tafelsilber gehört wohl zu den bekanntesten Nutzgegenständen aus Silber, und Schmuck kann an erster Stelle für Zierrat genannt werden.

Silber Antiquitäten – Wertgegenstand und Zeitzeugnis

Während im Mittelalter Silber vor allem im kirchlichen Bereich Verwendung fand, steigt mit dem aufstrebenden Bürgertum im 15. Jahrhundert die Nachfrage nach dem glänzenden Edelmetall, welches in vielen Kulturen Reinheit symbolisiert. Mit dem aufstrebenden Zunftwesen gehen die Produkte gepunzt, gemarkt und oft auch mit Beschauzeichen in Serie. Kostbare Einzelanfertigungen sind nicht selten mit einer Meistermarke versehen. Barock und Rokoko bringen nach der Renaissance eine weitere Vielzahl von Silbergegenständen hervor.

Silberschmied Handwerk lebte im Art Deco wieder auf

Der Historismus freilich kopiert und vermengt Stile verschiedener Epochen. Darüber hinaus bedient er den Markt mit preiswerten, da maschinell gefertigten Stücken. Erst der Jugendstil bringt für das Handwerk der Silberschmiede die Wende. Neue Innovationen setzten sich in der Stilepoche des Art Deco fort.

So gilt es bei Silber Antiquitäten erst einmal die kunsthandwerkliche Güte und die Verarbeitungstechnik, vor allem die authentische Verarbeitungstechnik der betreffenden Zeit, als auch den Stil zu begutachten. Ist das Stück noch durch Marken zuzuordnen, kann dies den Wert der nun erkannten Antiquität steigern.