Silber Münzen – Antiquität oder zeitgemässe Geldanlage?

Für viele Sammler von Münzen, stellen Silbermünzen etwas ganz besonderes dar. Mit Ausnahme von Goldmünzen, die aufgrund ihres hohen Anschaffungswertes nur in den wenigsten Sammlungen enthalten sind, sind Silbermünzen jedoch sehr häufig anzutreffen. Hierbei ist auf jeden Fall der Erhaltungsgrad ausschlaggebend für eine Wertbestimmung und sehr häufig laufen die Preisvorstellungen an diesem Punkt stark auseinander, da die in vielen Katalogen angesetzten „Idealpreise“ auf dem freien Markt nicht zu realisieren sind, da entweder die Qualität nicht stimmt oder die Katalognotierungen schlichtweg zu hoch angesetzt sind.

Edelmetallpreis als beste Preisbemessung für Silbermünzen

Sofern nicht unter Silber Münzen Sammlern an- oder verkauft wird, ist es generell sehr schwierig, einen Wert zu bestimmen, da es auch von wertvollen Stücken teils sehr gute Fälschungen gibt, die nicht ohne Expertise entlarvt werden können. Da eine solche Experteneinschätzung sehr kostenintensiv ist, wird in den allermeisten Fällen davon Abstand genommen. Pfandleihhäuser beispielsweise bewerten Edelmetallmünzen wie Gold- oder Silbermünzen prinzipiell nur in Höhe des reinen Metallwertes am Tag der Annahme. Für liebgewordene Stücke ist auf dem Markt kaum ein Platz zu erobern, so dass der ideelle Wert außen vor bleibt.

Von einer Anschaffung von Münzen zum Zweck der Wertanlage ist eigentlich abzuraten, da das Geld nie wieder in vollem Umfang durch einen Verkauf eingebracht werden kann; teilweise stellen 5 Prozent vom Katalogwert hier bereits eine Obergrenze dessen dar, was überhaupt erzielbar ist. Wenn Silber Münzen gesammelt werden sollen, so darf nur bis zum Materialwert des enthaltenen Silbers ein Kaufpreis Akzeptanz finden.

Kerzenleuchter Silber – woran erkennt man den Wert eines Silber Kerzenleuchter?

Der finanzielle Wert eines Kerzenleuchters aus Silber wird sowohl durch den Silberanteil des verarbeiteten Materials als auch durch die kunsthandwerkliche Ausführung ermittelt. Die Güte der kunsthandwerklichen Ausführung wiederum wird bemessen am Anteil der Handarbeit, sowie der Meisterhaftigkeit und der Detailfülle. Hinzu kommt die Nachfrage des Sammlermarktes. Je begehrter ein Objekt in Sammlerkreisen ist, desto höher fallen die Zuschläge bei Auktionen und die Preise beim Händler aus. Stücke, welche einem Künstler oder einer Werkstatt zugeordnet werden können, werden in der Regel höher bewertet. Marken und Punzen sind Hinweise auf die Herkunft und erleichtern die Zuordnung.

Um Stilepochen zu erkennen bedarf es Erfahrung

Um die kunsthandwerkliche Ausführung beurteilen zu können, sind Kenntnisse über die Silberverarbeitung der jeweiligen Zeit und Merkmalen von Stilepochen erforderlich: Kurzum Erfahrung. Fehlt diese noch, hilft es sich auf Messen und Börsen umzusehen, um Silberarbeiten zu vergleichen. Viele Museen bieten Beratungsstunden und Schätzdienste, welche auch Anlass zum Sammeln von Informationen und Erfahrungen sind.

Kerzenleuchter Silber – kaufen was gefällt

Grundsätzlich sollte der Liebhaber Kerzenleuchter aus Silber nur kaufen, wenn ihm dieser auch wirklich gefällt. Freude an einer solchen Silber Antiquität zu haben und sich daran zu erbauen ist letztlich der Grund für die Anschaffung und nicht der vielleicht steigende Wert des verarbeiteten Edelmetalls. Wer es dabei nicht überstürzt und bei der Auswahl eines schönen Silber Kerzenleuchters auch mal einen Blick in Antiquitäten Auktionskataloge Kunst oder einem Antiquitäten-Händler wagt, der wird schon bald in der Lage sein, den Wert eines Kerzenleuchters in Silber auszumachen und für sich selbst das passende Exemplar finden.

Antiquitäten und Silber Kunst – gab es bekannte Silber hersteller bzw. Künstler?

Traditionell obliegt die Verarbeitung von Silber den Goldschmieden, was zugleich auch darauf hinweist, dass Silber immer im Schatten des edlen Goldes gestanden hat – und heute noch steht. Warum sonst gäbe es keine Silberschmiede, sondern Goldschmiede, die auch Silber verarbeiten? Wagt man den Blick zurück in vergangene Tage wie z.B. zur Zeit der Renaissance, dann stellt man fest, dass zahlreiche Silberkunstwerke von den Allroundgenies ihrer Zeit geschaffen wurden. So fertigte der berühmt-berüchtigte Benvenuto Cellini außer der berühmten Statue des Perseus mit dem Haupt der Medusa viele Gold- und Silberschmiedearbeiten. Auch verstand er sich vorzüglich auf die Münzfertigung. In seiner Riege finden sich auch Namen wie Albrecht Dürer der Ältere, Jamnitzer, Jakob Biller und Johann Heinrich Weyhe. Nach dem 30jährigen Krieg blühte vor allem das Augsburger Gold- und Silberschmiedehandwerk auf.

Beschauzeichen – absolut wichtig für die Herkunftsbestimmung der Silber Kunst

Für den Liebhaber bietet die Literatur reichlich Gelegenheit sich über Marken, berühmte Künstler und Dynastien von Gold- beziehungsweise Silberschmieden zu informieren. Beim Sammeln von Silber ist es unerlässlich zumindest die gängigen Marken, Punzen und Beschauzeichen zu kennen, um ein Stück zuzuordnen. So ist beispielsweise der Pinienzapfen das Beschauzeichen der Stadt Augsburg. Die staatliche Punzierungspflicht wird in deutschen Landen im Jahr 1888 eingeführt und weist auch den Tausendstel Gehalt aus. Die Namen Fabèrge, Germain, Cartier, und Reinhold Vasters gelangten im 19. Jahrhundert zu Ruhm. Reinhold Vasters erwies sich obendrein noch als genialer Fälscher von Renaissancekunst. Die Zuordnung eines Stückes zu einer Produktionsstätte oder einem Künstler, erhöht natürlich den finanziellen als auch den kulturhistorischen Wert der Realie.