„800er Silber“ – Historie, Verwendung und Wert

Kunstwerke aus Silber erfreuen sich seit dem 5. Jahrtausend v. Chr. großer Beliebtheit. In manchen Epochen der Menschheitsgeschichte zollte man dem Edelmetall sogar höhere Wertschätzung als Gold.

Kursstabilität zu Krisenzeiten

Die Geschichte des Geldes ist die Geschichte der Edelmetalle. So entsprach der Münzwert in der Antike und im Mittelalter lange Zeit dem Wert des dabei verwendeten Metalls. Seither beweist Silber neben Gold insbesondere in Wirtschaftskrisen seine Kurs- und Wertestabilität und nimmt, verarbeitet zu Barren, Münzen und Schmuck einen stetigen und gefestigten Stellenwert unter den Anlageformen ein. Der Silberpreis selbst steigt seit geraumer Zeit, wie man dem Chart der Silberpreisentwicklung bei Börsennews entnehmen kann.

800er Silber: 80% Silber, 20% Kupfer

800er Silber besteht zu 80 % aus Silber und zu 20 % aus Kupfer. Bei der Verarbeitung wird es zu optischen Zwecken häufig mit einer dünnen Feinsilberschicht verfeinert (Rhodinierung). Dennoch ist die Reinigung in Geschirrspülmaschinen ein Tabu – der Liebhaber der meistens zu Besteck verarbeiteten Antiquität hat eine Reihe von Eigenheiten in der Pflege zu beachten. Den Kenner schränkt dies aber nicht ein – kaum einer würde sein wertvolles Tafelsilber für den täglichen Gebrauch verwenden. Die richtigen Reinigungsmittel sind im Fachhandel überall erhältlich. Beispiele für häufige Verarbeitungsformen von 800er Silber sind Kännchen, Schalen, Kerzenständer sowie Zucker- und Milchbehälter. Der relativ hohe Kupfergehalt im 800er Silber macht es für die Schmuckherstellung weniger attraktiv.

Breiter Absatzmarkt

Es gibt unzählige Händler, Sammler, und Silberankäufer, die immer einen Absatzmarkt bieten auch für diejenigen, die persönlich nur wenig mit Antiquitäten anfangen können – wie etwa im Falle des Vererbens an eine jüngere Generation, welche zumindest über einen Verkaufs noch davon Gebrauch machen möchte.